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Cash Conversion Cycle optimieren: Welche Finance Prozesse Liquidität kosten und wie Unternehmen sie verbessern

Author

Till-Buttermann

Veröffentlicht

BlogAdvisory

Der Cash Conversion Cycle (CCC) zeigt, wie viele Tage das operative Geschäft eines Unternehmens Liquidität bindet, bevor aus eingekauftem Material und erbrachten Leistungen wieder Zahlungseingänge werden. Er berechnet sich aus Lagerdauer plus Forderungslaufzeit minus Lieferantenkreditorenlaufzeit. Unternehmen verbessern den CCC nicht durch eine einzelne Kennzahl, sondern durch die Analyse und Optimierung der zugrunde liegenden Prozesse in Accounting, Controlling, Einkauf, Vertrieb und operativem Geschäft.

Ausgangslage: Wenn Umsatz wächst, aber Liquidität fehlt

Der Cash Conversion Cycle wird häufig erst dann zum Thema, wenn die Liquidität unter Druck gerät. Typische Auslöser sind:

  • Das Unternehmen wächst, muss Waren oder Leistungen vorfinanzieren und wartet gleichzeitig länger auf Zahlungseingänge.
  • Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steigen schneller als der Umsatz.
  • Das Lager bindet mehr Kapital, obwohl sich der Umsatz nicht im gleichen Verhältnis entwickelt.
  • Lieferantenrechnungen werden sehr schnell bezahlt, weil Zahlungsziele nicht systematisch genutzt werden.
  • Der Monatsabschluss kommt zu spät, sodass die Geschäftsführung die Entwicklung von Forderungen, Bestand und Verbindlichkeiten nicht rechtzeitig erkennt.
  • Banken oder Investoren verlangen eine belastbare Liquiditätsplanung und nachvollziehbare Working Capital Kennzahlen.

Eine Abweichung vom Branchendurchschnitt ist dabei ein Warnsignal, aber noch kein Beweis für einen bestimmten Fehler. Die Kennzahl zeigt, dass Kapital länger oder kürzer gebunden ist als bei vergleichbaren Unternehmen. Erst die Analyse der einzelnen Prozessschritte erklärt, ob die Ursache zum Beispiel in verspäteter Rechnungsstellung, ungeklärten Reklamationen, zu hohen Beständen, fehlenden Freigaben oder ungenutzten Zahlungszielen liegt.

CFgO hat im Rahmen einer selbsterstellten Studie rd. 5.000 prüfungspflichtige, mittelständische Unternehmen in Deutschland anhand öffentlich zugänglicher Jahresabschlussdaten analysiert und dabei den Cash Conversion Cycle sowie weitere Finanzkennzahlen betrachtet.

Cash Conversion Cycle berechnen: Formel, Kennzahlen und Beispiel

Die Grundformel lautet:

Cash Conversion Cycle = Days Inventory Outstanding + Days Sales Outstanding minus Days Payables Outstanding

Auf Deutsch:

Cash Conversion Cycle = Lagerdauer plus Forderungslaufzeit minus Verbindlichkeitenlaufzeit

KennzahlÜbliche BerechnungAussage
Days Inventory Outstanding, DIODurchschnittlicher Lagerbestand geteilt durch Materialaufwand oder Wareneinsatz mal 365Wie viele Tage Kapital durchschnittlich im Lager gebunden ist
Days Sales Outstanding, DSODurchschnittliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geteilt durch Umsatz mal 365Wie viele Tage Kunden durchschnittlich bis zur Zahlung benötigen
Days Payables Outstanding, DPODurchschnittliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geteilt durch Materialaufwand oder Einkäufe mal 365Wie viele Tage das Unternehmen seine Lieferantenrechnungen durchschnittlich finanziert
Cash Conversion Cycle, CCCDIO plus DSO minus DPOWie viele Tage das operative Geschäft netto Liquidität bindet

Für eine belastbare Zeitreihe muss ein Unternehmen die Definitionen konsistent anwenden. Wenn der DPO in einem Jahr mit dem Materialaufwand und im Folgejahr mit dem tatsächlichen Einkaufsvolumen berechnet wird, kann sich die Kennzahl allein durch die Methodik verändern. Auch Saisonverläufe, Vorauszahlungen, Umsatzsteuer, Einmaleffekte und Akquisitionen müssen bei der Interpretation berücksichtigt werden.

Rechenbeispiel für den Cash Conversion Cycle

Ein Unternehmen weist in einer vereinfachten Betrachtung folgende Werte auf:

KennzahlAusgangswertVerbesserter Wert
DIO62 Tage57 Tage
DSO54 Tage47 Tage
DPO29 Tage32 Tage
CCC87 Tage72 Tage

Der Cash Conversion Cycle sinkt in diesem Beispiel um 15 Tage. Die Verbesserung entsteht aus drei unterschiedlichen Hebeln:

  • Das Lager bindet 5 Tage weniger Kapital.
  • Kunden zahlen im Durchschnitt 7 Tage früher.
  • Lieferantenzahlungen erfolgen 3 Tage später, sofern dies vertraglich zulässig ist und die Lieferantenbeziehungen nicht belastet.

Die reine Veränderung des CCC sagt noch nicht, wie viel Liquidität tatsächlich frei wird. Dafür müssen die jeweiligen Bezugsgrößen betrachtet werden. Bei einem beispielhaften Jahresumsatz von 120 Millionen Euro, einem Wareneinsatz von 72 Millionen Euro und Einkäufen von 60 Millionen Euro ergibt sich überschlägig:

MaßnahmeVereinfachte RechnungMöglicher Liquiditätseffekt
DSO um 7 Tage reduzieren120 Millionen Euro geteilt durch 365 mal 7rund 2,3 Millionen Euro
DIO um 5 Tage reduzieren72 Millionen Euro geteilt durch 365 mal 5rund 1,0 Millionen Euro
DPO um 3 Tage erhöhen60 Millionen Euro geteilt durch 365 mal 3rund 0,5 Millionen Euro
Summe2,3 plus 1,0 plus 0,5 Millionen Eurorund 3,8 Millionen Euro

Das Rechenbeispiel ist eine vereinfachte Modellrechnung und keine Prognose. Es berücksichtigt unter anderem keine Umsatzsteuer, keine Saisonverläufe, keine Vorauszahlungen, keine Preisänderungen und keine Einmaleffekte. Für eine Investitionsentscheidung muss der Effekt mit Monatsdaten, offenen Posten, Bestandsdaten, Zahlungsbedingungen und den tatsächlichen Einkäufen des Unternehmens berechnet werden.

Welche Finance Prozesse den Cash Conversion Cycle beeinflussen

Der CCC ist eine Ergebniskennzahl mehrerer miteinander verbundener Prozesse. Eine Kennzahl kann deshalb nicht isoliert gesteuert werden.

ProzessTypische Verbindung zum CCCTypische Ursachen für Abweichungen
Order to CashBeeinflusst den DSO und damit die Geschwindigkeit der ZahlungseingängeRechnungen werden verspätet erstellt, Leistungsnachweise fehlen, Reklamationen bleiben ungeklärt, Mahnläufe sind nicht priorisiert oder Kundenzahlungen werden nicht zeitnah zugeordnet
Purchase to PayBeeinflusst den DPO und die Nutzung von ZahlungszielenRechnungen durchlaufen zu viele Freigaben, Zahlungsbedingungen sind nicht zentral dokumentiert, Skonti werden ungeprüft verschenkt oder Rechnungen werden ohne abgestimmte Zahlungslogik bezahlt
Inventory ProzessBeeinflusst den DIO und die Kapitalbindung im LagerDisposition arbeitet mit veralteten Daten, Mindestbestände sind nicht hinterlegt, langsam drehende Bestände werden nicht bereinigt oder Einkauf und Vertrieb planen nicht mit denselben Annahmen
Record to ReportLiefert die Datenbasis für Abschluss, Analyse und SteuerungAbstimmungen erfolgen manuell, Verantwortlichkeiten sind unklar, Nebenbücher und Hauptbuch weichen ab oder der Abschluss kommt zu spät
Financial Statement Close Process, FSCPUnterstützt einen verlässlichen und zeitnahen MonatsabschlussAbschlussaufgaben sind nicht terminiert, Abgrenzungen fehlen oder Kennzahlen werden erst mit erheblicher Verzögerung verfügbar
Payroll ProzessBeeinflusst den CCC meist nicht direkt, bindet aber Finance Kapazität und wirkt auf die DatenqualitätManuelle Korrekturen, fehlende Schnittstellen und unklare Zuständigkeiten verzögern andere Finance Aufgaben

Besonders wichtig ist die Betrachtung der Übergaben. Eine Forderung kann zum Beispiel nicht deshalb überfällig sein, weil das Mahnwesen schlecht arbeitet. Der eigentliche Engpass kann bereits bei einem fehlenden Auftrag, einer nicht bestätigten Leistung, einer falschen Rechnungsadresse oder einer ungeklärten Reklamation entstehen.

Woran Unternehmen konkrete Prozessprobleme erkennen

Ein belastbarer Diagnoseansatz verbindet Kennzahlen mit Prozessbeobachtungen. Die folgenden Prüfkriterien helfen bei der ersten Einordnung:

  • KPI Entwicklung: Der DSO, DIO oder DPO wird über mindestens drei aufeinanderfolgende Monatsabschlüsse betrachtet, statt nur einen Bilanzstichtag zu analysieren.
  • Peer Vergleich: Die Kennzahl wird mit Unternehmen verglichen, die hinsichtlich Branche, Geschäftsmodell, Größenklasse und Wertschöpfung vergleichbar sind.
  • Abweichung zwischen Nebenbuch und Hauptbuch: Offene Posten, Lagerbestände und Verbindlichkeiten müssen mit der Finanzbuchhaltung übereinstimmen oder erklärbare Differenzen aufweisen.
  • Altersstruktur: Beim DSO reicht der Durchschnittswert nicht aus. Forderungen müssen nach Fälligkeit und Überfälligkeit segmentiert werden.
  • Prozesszeit: Es wird gemessen, wie viel Zeit zwischen Leistungserbringung, Rechnungsstellung, Freigabe, Verbuchung und Zahlung liegt.
  • Klärungsbestände: Nicht zugeordnete Zahlungen, ungeklärte Reklamationen und blockierte Rechnungen werden als eigene Bestände ausgewiesen.
  • Verantwortung: Für jeden relevanten Prozessschritt ist eine Person oder Funktion verantwortlich. Eine allgemeine Zuständigkeit der Finanzabteilung reicht für die Steuerung nicht aus.
  • Ausnahmen: Manuelle Sonderfreigaben, rückwirkende Buchungen und außerhalb des Standards laufende Zahlungen werden gesondert ausgewertet.

Aus diesen Kriterien entstehen überprüfbare Hypothesen. Ein steigender DSO kann zum Beispiel bedeuten, dass Kunden tatsächlich später zahlen. Er kann aber auch durch verspätete Rechnungsstellung, eine verschlechterte Zuordnung von Zahlungseingängen oder eine geänderte Umsatzstruktur verursacht werden.

Von der Kennzahl zur Ursache: ein sinnvoller Analyseablauf

Eine CCC Analyse sollte in vier aufeinanderfolgenden Schritten erfolgen.

1. Kennzahlen initial einordnen

Im ersten Schritt werden die verfügbaren Jahresabschlussdaten und internen Kennzahlen strukturiert. Öffentlich zugängliche Jahresabschlussdaten, zum Beispiel aus dem Bundesanzeiger, können dabei einen ersten Vergleich ermöglichen. Sie liefern jedoch meist keine ausreichende Detailtiefe für eine Prozessdiagnose.

2. Ursachen als Hypothesen formulieren

Aus auffälligen Kennzahlen werden konkrete Prüfannahmen abgeleitet. Beispiele sind:

  • Der DSO ist erhöht, weil Rechnungen nicht unmittelbar nach der Leistung erstellt werden.
  • Der DSO ist erhöht, weil Reklamationen nicht innerhalb eines definierten Zeitraums bearbeitet werden.
  • Der DIO ist erhöht, weil Bestände nicht nach Umschlag, Alter und Verwendbarkeit segmentiert werden.
  • Der DPO ist niedrig, weil Rechnungen vor Ablauf der vereinbarten Zahlungsfrist freigegeben werden.
  • Der Monatsabschluss ist zu langsam, weil Abstimmungen und Freigaben nicht in einem Abschlusskalender organisiert sind.

3. Prozesse und Daten gemeinsam prüfen

Die Hypothesen werden mit Monatsdaten, Belegstichproben, Prozessdokumenten und strukturierten Interviews überprüft. Entscheidend ist die Verbindung von Zahlen und Arbeitsablauf. Ein Interview allein zeigt die wahrgenommene Praxis. Eine Kennzahl allein zeigt nur das Ergebnis. Erst die Kombination zeigt den tatsächlichen Engpass.

4. Maßnahmen priorisieren und wirtschaftlich bewerten

Jede Maßnahme sollte mindestens nach vier Kriterien bewertet werden:

KriteriumLeitfrage
LiquiditätWie viel Kapital kann voraussichtlich freigesetzt werden?
ErgebnisEntstehen zusätzliche Effekte auf EBIT, Abschreibungen, Wertberichtigungen oder Prozesskosten?
UmsetzbarkeitWelche Daten, Systeme, Rollen und Entscheidungen werden benötigt?
RisikoWelche Auswirkungen hat die Maßnahme auf Kunden, Lieferanten, Compliance und operative Stabilität?

Erst danach lässt sich entscheiden, ob eine interne Umsetzung, eine Systemanpassung, die Ausschreibung eines Tools oder externe Unterstützung sinnvoll ist.

Den wirtschaftlichen Effekt des Cash Conversion Cycle bewerten

Die Verbesserung des CCC kann drei wirtschaftliche Ebenen betreffen:

Freisetzung von Liquidität

Wenn Forderungen schneller bezahlt werden, Bestände sinken oder vereinbarte Lieferantenzahlungsziele systematisch genutzt werden, benötigt das Unternehmen weniger Kapital für das operative Geschäft. Die frei werdende Liquidität kann zum Beispiel den Bedarf an Kontokorrentkrediten reduzieren.

Verbesserung des EBIT

Ein besserer CCC verbessert das EBIT nicht automatisch. Ein Ergebnisbeitrag kann entstehen, wenn Prozessverbesserungen zu weniger Forderungsausfällen, geringeren Wertberichtigungen, weniger Eiltransporten, niedrigeren manuellen Bearbeitungskosten oder weniger Skontoverlusten führen. Eine reine Verschiebung des Zahlungszeitpunkts wirkt zunächst auf die Liquidität und nicht zwingend auf das EBIT.

Mögliche Auswirkungen auf den Unternehmenswert

Ein Unternehmen mit belastbaren Finance Prozessen, planbarer Liquidität und verlässlichen Kennzahlen ist für Geschäftsführung, Gesellschafter, Banken und Investoren besser steuerbar. Ein möglicher Einfluss auf den Unternehmenswert hängt jedoch von Ertragslage, Verschuldung, Geschäftsmodell, Bewertungsmethode und Nachhaltigkeit der Verbesserung ab. Ein optimierter CCC ist daher kein automatischer Werttreiber, sondern ein Bestandteil eines belastbaren Finance Systems.

Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung kann folgende einfache Struktur verwendet werden:

Wirtschaftlicher Nettonutzen = Liquiditätsvorteil plus Ergebnisbeitrag minus Umsetzungsaufwand

ROI = wirtschaftlicher Nettonutzen geteilt durch Umsetzungsaufwand

Die Berechnung muss zwischen einmaligen Effekten, wiederkehrenden Effekten und vermiedenen Kosten unterscheiden. Außerdem sollte sie einen realistischen Umsetzungszeitraum enthalten.

Wie CFgO das konkret löst

CFgO behandelt den Cash Conversion Cycle nicht als isolierte Kennzahl, sondern als Einstieg und als Ziel in eine strukturierte Prozessanalyse und -optimierung. Das Vorgehen ist mehrstufig angelegt, damit Unternehmen zunächst belastbar prüfen können, wo tatsächlich Handlungsbedarf besteht.

Phase 1: Prozessanalyse und Maßnahmenplan

In der ersten Phase werden die relevanten Finance Prozesse untersucht:

  • Order to Cash
  • Purchase to Pay
  • Record to Report beziehungsweise Financial Statement Close Process
  • Inventory Prozess
  • Payroll Prozess

Die Vorbereitung beginnt mit der Analyse der verfügbaren Jahresabschlussdaten und der bereits vorhandenen internen Informationen. Dazu können je nach Unternehmen zum Beispiel Summen und Saldenlisten, Betriebswirtschaftliche Auswertungen, offene Posten, Zahlungsdaten, Lagerdaten, Prozessbeschreibungen und Abschlussunterlagen gehören.

Anschließend führt CFgO strukturierte Interviews mit den zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern. Dabei geht es nicht nur um die Frage, welcher KPI abweicht. Geprüft wird, an welcher Stelle im Prozess die Abweichung entsteht, welche Übergaben beteiligt sind und ob ein System, eine Rolle, eine Regel oder eine fehlende Entscheidung den Engpass verursacht.

Am Ende dieser Phase erhält das Unternehmen einen Report mit:

  • den festgestellten Prozessproblemen,
  • den betroffenen Kennzahlen,
  • der vermuteten Hauptursache,
  • der wirtschaftlichen Relevanz,
  • einer Priorisierung der Maßnahmen,
  • einem konkreten Maßnahmenplan für die Umsetzung.

Die genaue Dauer der Prozessanalyse hängt von Unternehmensgröße, Gesellschaftsstruktur, Datenzugang und Prozessumfang ab. Typischerweise Dauert diese Phase mit CFgO zwischen 2 bis 4 Wochen.

Phase 2: Umsetzung mit internen oder externen Ressourcen

Nach der Analyse kann das Unternehmen selbst entscheiden, wie es weitergeht. Mögliche Umsetzungswege sind:

UmsetzungswegGeeignet, wennMögliche Unterstützung
Interne UmsetzungVerantwortliche Personen und ausreichend Kapazität vorhanden sindReport, Priorisierung und Maßnahmenplan dienen als Arbeitsgrundlage
ToolauswahlEin Systemproblem oder fehlende Automatisierung die Ursache istCFgO kann geeignete Anbieter vorschlagen und eine Ausschreibung koordinieren
Umsetzung mit internen Ressourcen und externer BegleitungDas Unternehmen die Verantwortung intern behalten, aber methodische oder operative Unterstützung nutzen möchteGemeinsame Umsetzung, Steuerung und Fortschrittskontrolle
Projekt als Full ServiceIntern kurzfristig keine ausreichende Finance Kapazität verfügbar istCFgO übernimmt die vereinbarten Arbeitspakete im Rahmen eines Projektes

CFgO arbeitet deutschlandweit in einem remote geprägten Modell. Interviews, Workshops und kritische Abstimmungen finden in der Regel direkt im Unternehmen statt, während Auswertungen, Dokumentation und Nachbereitung remote erfolgen.

Was Unternehmen vor einer CCC Analyse bereitstellen sollten

Je nach Geschäftsmodell und Datenlage sind insbesondere folgende Informationen hilfreich:

  • Jahresabschlüsse und veröffentlichte Finanzdaten der betrachteten Jahre
  • Summen und Saldenlisten sowie Betriebswirtschaftliche Auswertungen
  • Offene Posten der Debitoren und Kreditoren mit Fälligkeit und Alter
  • Umsatzdaten nach Kunde, Gesellschaft, Region oder Produktgruppe
  • Einkaufsvolumen und vertragliche Zahlungsbedingungen
  • Lagerbestand nach Wert, Alter, Umschlag und Verwendbarkeit
  • Zahlungslisten und Bankdaten, soweit für die Analyse erforderlich
  • Monatsabschlusskalender und vorhandene Prozessbeschreibungen
  • Informationen zu Reklamationen, Gutschriften, Mahnläufen und Rechnungssperren
  • Organigramm, Rollenverteilung und bekannte Systembrüche

Nicht jede Information muss vor dem ersten Gespräch vollständig vorliegen. Für eine vertiefte Analyse muss jedoch geklärt werden, welche Daten verfügbar sind, wie sie definiert wurden und ob die Werte zwischen Buchhaltung, Controlling und operativen Systemen konsistent sind. CFgO sorgt dafür, dass die Dokumente und Informationen mit dem entsprechenden Fingerspitzengefühl und der gebührenden Rücksichtnahme auf die zeitlichen Ressourcen der involvierten Mitarbeitenden organisiert werden.

FAQ zum Cash Conversion Cycle und zur Prozessanalyse

Was ist ein guter Cash Conversion Cycle?

Einen für alle Unternehmen gültigen Zielwert gibt es nicht. Ein guter CCC ist für das jeweilige Geschäftsmodell, die Branche, die Saisonabhängigkeit und die vereinbarten Kunden und Lieferantenbedingungen wirtschaftlich tragfähig. Entscheidend sind der Vergleich mit passenden Unternehmen und die Entwicklung der eigenen Kennzahl über mehrere Monatsabschlüsse. CFgO hat in seiner Datenbank Benchmarks für die meisten Branchen in Deutschland der letzten Jahre errechnet und kann somit individuelle CCC von Unternehmen entsprechend einordnen. 

Bedeutet ein niedrigerer Cash Conversion Cycle immer eine bessere Unternehmenssteuerung?

Nein. Ein niedrigerer CCC kann die Liquidität verbessern, wenn er durch schnellere Rechnungsstellung, weniger unnötige Bestände und sauber genutzte Zahlungsziele entsteht. Er kann problematisch sein, wenn Lieferanten zu spät bezahlt, Lagerbestände zu stark reduziert oder Kundenbeziehungen durch unangemessenen Zahlungsdruck belastet werden. Grundsätzlich steuern, gemäß unserer CFgO Philosophie, gute Prozesse einen für das Unternehmen optimalen CCC. 

Reichen veröffentlichte Jahresabschlussdaten für eine Prozessanalyse aus?

Nein. Jahresabschlussdaten eignen sich für eine erste Kennzahlenanalyse und einen externen Vergleich. Die Ursache einer Abweichung lässt sich in der Regel erst mit internen Monatsdaten, offenen Posten, Bestandsdaten, Prozessunterlagen und strukturierten Interviews belastbar bestimmen.

Welche Abteilung ist für den Cash Conversion Cycle verantwortlich?

Der CFO oder die Finanzleitung sollte die Kennzahl verantworten. Die Verbesserung betrifft jedoch mehrere Bereiche, wen nicht sogar das gesamte Unternehmen: Accounting, Controlling, Einkauf, Vertrieb, Logistik und operative Einheiten. Der CCC lässt sich nicht dauerhaft verbessern, wenn nur die Buchhaltung betrachtet wird.

Wie läuft ein erstes Gespräch mit CFgO ab?

Im ersten Gespräch werden Geschäftsmodell, aktuelle Finance Situation, verfügbare Daten und die auffälligen Kennzahlen eingeordnet. Danach wird geprüft, ob eine vertiefte Prozessanalyse sinnvoll ist und welche Ansprechpartner, Unterlagen und Arbeitsschritte dafür benötigt werden. Eine Umsetzung wird erst nach dieser Klärung entschieden.